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Willy PetryGemälde
Gemälde Auferstehungskirche

Im Jahre 1132 wird erstmals eine Kirche in Praunheim urkundlich gesichert erwähnt. Mittelalterliche Urkunden belegen, dass sie auf königlichem Grund und Boden stand. König und Reich besaßen das Patronatsrecht dieser Kirche.

Die Reformation wird in Praunheim 1544 durch einen Befehl des Grafen Friedrich Magnus zu Solms eingeführt. Das katholische St. Leonhardstift bleibt interessanterweise aber weiterhin der Patronatsherr der Praunheimer Kirche und setzt bis 1803 die lutherischen Pfarrer in Praunheim ein.

Die alte Praunheimer Kirche wird am 20. Juli 1748 durch einen Brand zerstört. Es dauert über 20 Jahre, bis am 16.09.1770 der Grundstein für die neue Kirche gelegt wird. Das Geld für den Bau der barocken Saalkirche bringt die Gemeinde durch Kollekten auf. Am 29. Juli 1771 feiert man das Richtfest. Am Sonntag Rogate 1772 wird die Kirche neu geweiht. Noch hat sie keinen Turm und keine Glocken. Beides bezahlt die Praunheimer Gemeinde. Am 23. Dezember 1773 erklingen dann nach 23 Jahren wieder die Glocken in Praunheim.

Der Altarraum des Saalbaus wird ursprünglich ganz in der klassischen Anordnung einer protestantischen Predigtkirche gestaltet: Altar – Kanzel – Orgel. Alte Fotos und Zeichnungen aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts belegen diese Gestaltungsform.

Gegen Ende des 2. Weltkrieges wird die Kirche am 8. März 1945 von Sprengbomben getroffen und verwandelt sich in eine Ruine. Der Wiederaufbau erfolgt 1949. Neue Glocken erhält die Gemeinde 1954.

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