Menu
Menü
X

Lichterfest

Erstes Leuchtsignal der Luminale

Victoria Coeln hat für den Wiener Stephansdom das dialektisch angelegte Projekt Verhüllungen konzipiert.

Victoria Coeln hat für den Wiener Stephansdom das dialektisch angelegte Projekt Verhüllungen konzipiert.

Die Frankfurter Luminale sendet ihre ersten Lichtstrahlen aus. Mit Beginn der Passionszeit wird die Katharinenkirche von der Wiener Künstlerin Victoria Coeln in Szene gesetzt.

Die Frankfurter Katharinenkirche wird in der Passionszeit ein neues Kleid bekommen. Am 14. Februar startet das Kunst- und Musikprojekt Katharinen+Passion. Das Lichtkunstwerk der Wiener Künstlerin Victoria Coeln soll um die Begriffe Schmerz und Schönheit kreisen. Mit Hilfe analoger Projektoren und metallisch beschichteter Borofloatgläser, die sie mit Messern, Schleifsteinen und Ätzflüssigkeiten bearbeitet, gestaltet sie handgeformtes Licht, „das Orte überschreibt“. In der Katharinenkirche will Coeln „an der Schnittstelle von Kunst und Theologie, einen völlig neuen Blick auf das Gewohnte“ hervorrufen. Die Lichtkunst tritt in einen Dialog mit Orgelmusik von Charles Tournemire (Die sieben Worte Jesu am Kreuz), gespielt von Martin Lücker an der Rieger-Orgel. 

Künstlerin verändert weltweit Bauwerke

Victoria Coeln und ihr Team Atelier Coeln sind bekannt für künstlerische Projektionen an Welterbestätten wie der Kathedrale von Burgos in Spanien oder auch in Ephesus in der heutigen Türkei. Im vergangenen Jahr inszenierte sie in der Passionszeit den Stephansdom in ihrer Heimatstadt neu. In diesem Jahr Sankt Katharinen in Frankfurt. „Ich habe Frankfurt erst durch das Projekt kennen gelernt“, sagt die 1962 geborene Künstlerin, die sowohl Mathematik als auch Bühnenbild studiert hat. Coelns erster Eindruck von der Stadt am Main: „Ich erlebe Frankfurt als eine Stadt in Bewegung und ständiger Veränderung. An jeder Ecke scheint sie sich neu zu erfinden.“

Coelns sogenannte Intervention in der Katharinenkirche umfasst die gesamte Passionszeit, von Aschermittwoch bis zur Osternacht. Sie bilden die Basis für wöchentliche Passionsandachten mit Orgelmusik, jeden Mittwoch um 18 Uhr, im Verlauf der Luminale wird täglich um 19, 20.30 und 22 Uhr Orgelmusik erklingen. Sowohl während der Passionsandachten als auch während des Programms zur Luminale steht Charles Tournemires 1937 veröffentlichtes Werk „Die sieben Worte Christi am Kreuz op. 67“ im Mittelpunkt. Der Organist der Sankt Katharinenkirche, Martin Lücker, seit 1983 an der Hauptwache tätig und von 1998 bis 2013 Professor an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, spielt bei den Passionsandachten an der Riegerorgel. 

Vom 18. bis zum 23. März findet in Frankfurt und Offenbach die Luminale statt.


top